Sehnenscheidenentzündung bei Gitarristen

Eine Sehnenscheidenentzündung gehört zu den häufigsten Berufskrankheiten bei Musikern. Häufig davon betroffen sind auch Gitarristen. Gerade E-Gitarristen, die gerne virtuos spielen (oder einfach shredden) möchten, können leicht davon betroffen sein, wenn nicht die nötigen Aufwärmübungen durchlaufen werden.

 

Wie beim Sport ist es auch für alle Instrumentalisten notwendig vor längeren Übungsphasen sich erst mal aufzuwärmen (Warm ups). Ziel ist es möglichst locker und unverkrampft zu üben. D.h. gerade wer viel Stress im Nacken hat, läuft leichter Gefahr sich so etwas zuzuziehen und sollte daher besonders auf sein Aufwärm-Training achten.

Ist man davon betroffen, so äußerst sich eine (angehende oder bereits ausgebrochene) Sehnenscheidenentzündung meist in einem stechendem oder stark ziehenden Schmerz im Handgelenk. "Übergeht" man diese körperlichen Warnsignale und übt dessen unbeachtet weiter, so manifestiert sich der Schmerz meist im Unterarm / Handgelenkbereich und setzt sich richtig fest. Es wird einem bereits nach wenigen Fingerübungen ganz warm.

 

Spätestens jetzt sollte man einen Arzt aufsuchen, denn das Ganze könnte sich "chronifizieren", also zu einem chronisch anhaltendem Leiden entwickeln. In jedem Fall müsste in so einem Fall das Handgelenk ruhig gestellt werden. Nicht selten bekommt man dann ärztlicherseits einen Verband oder gar Gips verpasst. Damit es nicht so weit kommt, ist es ratsam die Körperwarnsignale (Schmerz, hohe Wärmeentwicklung beim Üben im Handgelenk- / Unterarmbereich) ernst zu nehmen und sofort das Üben einzustellen - spätestens wenn es schmerzhaft wird!

 

Um vorbeugend derartige Kranheitsbilder zu vermeiden empfiehlt es sich präventiv Aufwämübungen, sogenannte warm ups für Gitarristen (wie sie unter vorhergehendem Link vorgestellt werden), durchzuführen.